Testbericht XP Goldmaxx
(Auszug aus www.altertumsforschung.de)

Allgemeine Beschreibung
Der Goldmaxx des französischen Hersteller XP arbeitet auf der relativ hohen Frequenz von 18kHz. Dies garantiert eine sehr gute Münz- und Kleinempfindlichkeit.

Der Benutzer des Goldmaxx kann aus 3 verschiedenen Tonmodi wählen. In der klassischen Variante wird über einen Diskregler das unerwünschte Eisen ausgeblendet und Buntmetalle mit einem Ton angezeigt.

Stellt man den Diskregler jedoch in Nullstellung, so wird in der Zweiton-Variante das Eisen mit einem tiefen und Buntmetall mit einem hohen Ton angezeigt. In der Dreiton-Variante wird Eisen mit einem tiefen, niederleitwertiges Buntmetall mit einem mittleren und hochleitwertige Buntmetalle wie Silber/Bronze mit einem hohen Ton angezeigt.

Ob der Detektor in der Zwei- und Dreitonvariante arbeiten soll, kann mittels eines Kippschalters bestimmt werden. Für Anfänger ist die Zweiton-Variante empfehlenswert, da es eine kleine Weile dauert bis man lernt das Tonspektum zu interpretieren.

Das Besondere an der Zwei-/Dreitonvariante ist der Eisen-Level-Regler. Man ist damit in der Lage selbst zu bestimmen in welcher Stärke Eisenobjekte bzw. die eisenähnlichen Spektralanteile einer Buntmetallortung ihren Niederschlag im Ortungssignal finden.

Als weitere Besonderheit verfügt der Goldmaxx über einen Schalter mit dem kurze kleine unerwünschte Eisensignale unterdrückt werden können.

Mit dem Groundregler lassen sich unerwünschte Effekte des Bodens ausfiltern. Nachdem man die Empfindlichkeit nach dem Einschalten auf den je nach Störungen durch Hochspannungsleitungen, Funkmasten usw. möglichen Maximalwert eingestellt hat, blendet man im zweiten Schritt mit dem Groundregler die Mineralisierung des Bodens aus, sodaß der Detektor beim Schwenken ruhig und ohne Fehlsignale läuft.

Das Gestänge lässt sich in drei Teile zerlegen und das Elektronikteil kann wahlweise auch Hipmount (am Gürtel) getragen werden.

Technische Daten:
Der Detektor hat je nach Spule ein Gewicht von ca. 1,45 kg. Betrieben wird das Gerät mit 8 Mignonzellen, die laut Hersteller eine Suchdauer von bis zu 70 Stunden ermöglichen. Die Arbeitsfrequenz beträgt 18 kHz. Die Bodenanpassung erfolgt manuell.

Standardmäßig wird das Gerät mit einer 22,5 cm DD-Spule ausgeliefert. Im Zubehör ist eine 27cm DD-Suchspule sowie eine 11 x 24 cm Suchspule erhältlich.


Der Leistungstest

Getestet wurde mittels einer kleinen keltischen Silbermünze mit einem Durchmesser von 11 Millimetern die etwas schräg im Boden liegt, 4 römischen Bronzemünzen mit jeweils einem Durchmesser von 20 Millimetern, einem offenen Bronzearmreif mit einem Außendurchmesser von 7 Zentimeter bei 7 Millimetern Materialstärke sowie einem massiven Bronzebeil von 18 Zentimeter Länge. Alle Objekte sind seit langer Zeit (mehrere Jahre) im normal mineralisierten Waldboden vergraben. Der Diskrimintor der Testgeräte wird jeweils so eingestellt, dass ein alter rostiger Eisennagel römischen Ursprungs klar als Eisen erkannt/ausgefiltert wird.

Beim Test kam die 22,5cm DD-Spule zur Anwendung.

Keltische Silbermünze auf 9cm:
Die keltische Silbermünze konnte der Goldmaxx sehr deutlich orten.

Bronzemünzen auf 9/12/15/18cm:
Die römische Bronzemünze konnte im Diskriminatormodus bis 15cm Tiefe zuverlässig geortet werden. Bei der Münze auf 18cm Tiefe war das Signal noch ganz schwach hörbar.

Offener bronzener Armreif auf 30cm:
Der Bronzearmreif konnte vom Goldmaxx mit einem schwachen aber wunderbar gleichmäßigen Ton geortet werden. In der Praxis hätte man dieses Signal auf alle Fälle ausgegraben, da es einen eindeutigen Hinweis auf Buntmetall in größerer Tiefe gibt.

Mittelgroßes Bronzebeil auf 40cm:
Das Bronzebeil konnte vom Goldmaxx ebenfalls mit einem schwachen aber sehr gleichmäßigen Ton geortet werden. Auch dieses Signal hätte man in der Praxis mit großer Wahrscheinlichkeit ausgegraben.

Praxistests haben gezeigt, dass der XP Goldmaxx auch auf schwierigen Böden eine sehr gute Empfindlichkeit auf kleine Objekte ausweist. Mit Hilfe des Groundreglers konnte sogar Basaltgestein weitgehend ausgefiltert werden.


Abschlußbewertung
Das Gerät ist sehr gut verarbeitet, sehr leicht, gut ausblanciert und daher sehr angenehm zu führen. Die Spulen sind mit einem extrem hochwertigen und sehr massiven Kabel ausgerüstet welches sich beim Wickeln um das Spulengestänge allerdings etwas störrisch gibt. Sofern die Elektronikeinheit unter der Armstütze getragen wird, sollte man sie unbedingt gegen Schmutz und Verkratzen schützen, da sie beim Ablegen des Detektors direkten Bodenkontakt hat.

Die deutsche Bedienungsanleitung des Generalimporteurs ist vorbildlich und geht auf alle wesentlichen Punkte des Detektors ein.

Der Goldmaxx ist ein reiner Motiondetektor welcher nicht über eine Punktortungsfunktion (Allmetall-Pinpointing) verfügt. Dies erweist sich in der Praxis bei der Ortung von Kleinteilen nicht als Nachteil, da die Spule sehr punktgenau arbeitet. Lediglich zur besseren Interpretation von großen Eisenobjekten wäre sie eventuell hilfreich gewesen.

Das Laufverhalten des Goldmaxx ist erstklassig und frei von Fehlsignalen. Der Diskriminator arbeitet ausreichend zuverlässig. Ein herausstechendes Merkmal des Goldmaxx ist seine ausgezeichnete Tiefe sowohl auf kleine als auch auf große Objekte, sowie das durch die hohe Frequenz von 18 KHz allgemein sehr gute Ansprechverhalten.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Goldmaxx von XP das ideale Gerät für die Allroundsuche ist.


Quelle: http://www.altertumsforschung.de/altertum.pl?seite=vorschau&pfad=technik04&dokument=test_xp_goldmaxx

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