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Dieser/mein Erfahrungsbericht
stammt aus dem Jahr 2002 und betrifft den Adventis Classic 2.4 mit
Alu-Gehäuse. Die Tiefenleistung sowie das Diskriminator-Verhalten ist
identisch mit dem des neuen ABS-Modells. Ausser dem Gewicht (aufgrund des
Metallgehäuses), den Abmessungen des Gehäuses und den neuen
Schraubverschlüssen gibt es meines Wissens nach also keinerlei
Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Adventis. Das
Gerät ist wegen der ausgezeichneten Tiefenleistung immer noch mein
Haupt-Suchgerät, und die damaligen Erkenntnisse, wie im Erfahrungsbericht
beschrieben, sind heute immer noch aktuell. Ich bin also immer noch ein
äußerst zufriedener Adventis-Sucher, und das Mehrgewicht des
alten ist für mich kein wesentlicher Grund, mir eine neuere
bzw. leichtere ABS-Version zuzulegen. Das Alu-Gehäuse ist super
verarbeitet und sehr stabil, und sollte jemand die Möglichkeit haben, so
ein Gerät gebraucht zu erwerben, kann ich nur empfehlen zuzuschlagen.
----- Erfahrungsbericht
2002 XP-Adventis 2.4 -----
Vor gut einem Jahr habe ich zum
ersten Mal etwas von der Marke XP gehört. Vor ein paar Jahren gab es das
schon mal, dachte ich: Kurz nach der Markteinführung hörte man von
den Marken Alpha und Orion (1988-1989, NL) auch nichts mehr. Ehrlich
gesagt, ich dachte, XP wird wohl das gleiche Schicksal treffen. Was können
diese Geräte haben, was die renommierten Marken nicht schon längst
haben? Ich suchte schon ca. 6 Jahre mit einem Whites XLT, dazu noch mit einem
Fisher 1266 XB und einem Classic III+Turbo und war sehr zufrieden. Warum also
XP? Bis vor ein paar Monaten hat man hier in Deutschland kaum was von XP
gehört. Dass diese Geräte in Frank- reich, wo sie auch produziert
werden, in 2001 schon wie eine Bombe unter den Sondengängern eingeschlagen
haben, wusste ich gar nicht. Als ich zum Schluss dann immer mehr Positives zu
Ohren bekam, dachte ich: Jetzt will ich es wissen und nahm Kontakt auf mit dem
Importeur von XP. Bei ihm hatte ich vor ein paar Jahren auch meinen XLT
gekauft. Ich habe dann bei ihm einen Adventis mit komplettem Zubehör
(Suchspulen, Auflader, usw.) bestellt und meinen 1266 XB und meinen Classic
Turbo eingetauscht.
Als das Postpaket dann ein paar
Tage später da war, fiel mir gleich die gute Verarbeitung des
Gehäuses auf, und das Ganze ist sehr stabil. Ich dachte auch, dass das
Gehäuse größer sein würde, was nicht der Fall war. Bei der
Tragetasche hatte endlich auch mal jemand mitgedacht. Die
durchgeführten Lufttests versprachen viel Gutes! Draußen in der
Botanik bemerkte ich dann den Unterschied zu meinen alten Detektoren. Ich hatte
das Gehäuse als Hipmount (auf der Hüfte) am Gürtel hängen.
Der XLT ist auch sehr leicht, aber so, ein Adventis als Hipmount, da hat man
fast nichts in der Hand. Weil die Äcker hier, auf denen ich
hauptsächlich suche, sehr verschrottet sind, hatte ich im Stand D1
(Diskriminator 1) die Eisenabweisung voll aufgedreht. Obwohl ich nicht lange
suchen konnte und fast alles eingesät war, fand ich doch noch einen freien
Streifen Acker. Die ersten Münzen ließen nicht lange auf sich
warten.Als erstes fand ich einen abgebröckelten (Kriegs)Pfennig aus Zink
mit einem lauten Signal. Und natürlich habe ich diese Münze gleich
wieder für einen maximalen Tiefentest vergraben. Alter Schwede, dachte
ich. Ich bekam immer wieder ein Signal. Und das in Tiefen, wo mein XLT schon
längst gestreikt hätte. Erst bei 24-25 cm bekam ich kein Signal mehr.
Und das im Lehmboden! Beim XLT liegt die Grenze bei so einer Münze bei
max. 17 cm! Und das auch nur unter sehr günstigen Umständen. Ich
konnte es selber kaum glauben. So eine Tiefe und das bei so einer kleinen
Münze. Wie wird es sein, wenn ich eine größere Münze unter
die Spule bekomme. Dann geht er ja noch tiefer. Ich wusste sofort, das ist es.
Wenn man, wie ich, auch noch mit ein paar Nebengeräuschen leben kannst
(aufdrehen also), hast Du definitiv eine Tiefenkeule in den Händen.
Es ist wichtig, die Bodenanpassung
(natürlich nur wenn der Boden dies zulässt) soweit wie möglich
nach links (ACCEPT) zu drehen und die Empfindlichkeit (Sensitivity) so weit wie
möglich nach rechts. Dann geht das Gerät am tiefsten. Die anderen
Münzen (7 Stück), die ich in dieser kurzen Zeit an diesem ersten Tag
fand, leider nichts weltbewegendes, wurden auch immer noch mal vergraben, und
immer wieder war ich über die Tiefe erstaunt. 30 cm, kein Problem! Ich
fand leider keine größeren Münzen. Die größte
Münze war ein Kupferkreuzer aus 1855, aber die ist auch nicht viel
größer als ein Pfennig aus Zink. Aber was bei größeren
Münzen dann zu erwarten ist, kann man wohl raten.
Der Classic-Turbo, den ich hatte,
versprach bei Lufttests auch ziemlich viel, konnte die Tiefen im Boden aber
nicht wiederholen. Er ging ungefähr genauso tief wie mein XLT, aber mit
mehr Störgeräuschen. Der Adventis geht, dies habe ich bei Detektoren
auch noch nicht erlebt, im Boden genauso tief wie in der Luft. Die meisten
Topdetektoren gehen in der Luft sehr tief, im Boden erreichen sie diese Tiefen
aber nie. Beim Adventis gibt es praktisch keinen Unterschied. Echt der Hammer.
Ich habe dies ausführlich getestet. Obwohl ich beim XLT ein Display
gewöhnt war, vermisse ich dies beim Adventis überhaupt nicht. Was
für mich zählt ist Tiefenleistung und da ist dieses Gerät top.
Und ich hatte noch nicht einmal meine 27cm High Energy-Spule montiert. Diese
ging bei Lufttests ja noch tiefer. Beim 1. Mal fand ich es vernünftiger,
die 22,5 cm Standard-Spule zu verwenden, zumal die Äcker hier sehr
verschmutzt sind. Die ellyptische Spule wird demnächst auch einem Test
unterzogen. Der Diskriminator ist auch sehr gut. Ich musste ihn auf diesem
Acker manchmal auf D2 (DISC-2, Abweisung größere Eisenteile)
einstellen, aber dann hast Du wirklich Ruhe im Kopfhörer. Und die Tiefe
ist bei dieser hohen DISC-Einstellung komischerweise nahezu gleich.
Normalerweise büßt man massiv an Tiefe ein. Im Gegensatz zu diesem
Acker kann man in Wäldern durch die leichteren Böden
diesen Teil mit Sicherheit erst richtig aufdrehen.
Fazit: Ein sehr gutes Gerät mit genau
dem drin, was man braucht, ohne überflüssigen Schnick-schnack. Durch
die sehr leichte Bedienung auch für Anfänger zu empfehlen, und vor
allem ist es eine richtige Tiefenkeule. Ich habe in all den Jahren keinen
Detektor mit so einer Tiefenleistung gehabt. Und das für diesen Preis. Mit
diesem Gerät kannst Du all deine alte Suchstellen wieder aufsuchen. Die
Funde sind vorprogrammiert.
Update 22.09.2002
Der Adventis ist seit kurzem auch
mit ABS(Kunststoff)-Gehäuse erhältlich. Im Vergleich zum
Alu-Gehäuse ist dieses Modell ein wenig leichter. Einziger Nachteil: Das
Gehäuse kann nicht mehr oben am Stiel montiert werden. Die Elektronik ist
identisch.
Erfahrungsbericht 27 cm
HE-Spule
Seit ich meine 27 cm HE(High
Energy)-Spule getestet habe, benutze ich beim Suchen hauptsächlich diese
Spule. Die 22,5 cm Standardspule hat bei münzgroßen
Gegenständen, im Vergleich zu anderen Topdetektoren, bereits eine sehr
gute Tiefe. Diese Spule geht aber noch ein wenig tiefer. Ich habe bemerkt, dass
ich -im Gegensatz z.B. zum XLT- ziemlich tiefe Löcher graben muss und
meine Standardschaufel manchmal nicht mehr ausreicht. Das ist kein Witz. Ich
werde wohl meinen Dreifach-Klappspaten öfter mitnehmen müssen. Hatte
ich vorher mit meinem XLT im Disc-Modus vielleicht 1 mal ein sehr tiefes
Signal, bei dem ich fast keine Lust mehr hatte weiterzugraben, ist das jetzt
bei jeder Suchtour immer 5-6 mal der Fall. Als ich letztes Mal in Holland war,
hatte ich meinen Adventis auch dabei. In weniger als drei Stunden fand ich 17
Münzen. Ich suchte auch an einer Stelle, an der ich früher viele
(Reichs-)Münzen nicht weit voneinander entfernt gefunden habe (nur ein
paar Quadratmeter Suchfläche). Das ganze eignete sich gut für einen
Tiefentest. Ich war einfach neugierig, ob ich da noch etwas finden konnte. Beim
vorletzten Mal, bin ich mit meinem (damals neuen) XLT drüber gelaufen und
fand noch eine Münze. Die Oberschicht war mittlerweile total fundleer
(dank TR440, VLF.TR 990B, Metadec, Royal Sabre und XLT). Als ich vor kurzem mit
meinem Adventis drüberlief, bekam ich sofort mehrere deutliche Signale.
Resultat: 3 Münzen und eine (Musketen-)Bleikugel. Die Funde
kamen alle aus dem 25-30 cm-Bereich. Und alles verhältnismäßig
kleine Münzen (unter 2,0 cm Durchmesser). Das sagt schon einiges aus! Die
Empfindlichkeit der Spule bzw. des Adventis mit großer Spule ist
also sehr gut, nicht nur bei größeren Gegenständen. Die Spule
ist zwar ein wenig schwerer, vor allem, wenn das Gehäuse auch oben am
Stiel montiert ist, aber es lohnt sich. Wird das Gehäuse auf der
Hüfte getragen, oder, wie beim neuen Design, unterm Ellbogen, ist der
Unterschied nur unwesentlich. Ich kann allen Adventis-Besitzern diese 27
cm-Spule nur empfehlen.
Update: 12.11.2003
Mittlerweile ist bei XP auch ein
Clip erhältlich, mit dem das Gehäuse bei den ABS-Modellen vorne am
Stiel befestigt werden kann. Das Gerät bzw. die Knöpfe können so
leichter bedient werden, und beim hinlegen verkratzt das (kratzempfindliche)
Gehäuse nicht so schnell.
Eric W. |